109. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 16/17

Beschaffung & Produktion

An der richtigen Quelle

Die auf eine sichere Stromversorgung ausgelegte Beschaffungsstrategie war wiederum erfolgreich. Davon profitierten auch die EVU, die mit den EKZ auf verschiedenen Ebenen kooperieren. Die Schweizer Produktion aus erneuerbaren Energien nahm gegenüber dem Vorjahr zu.

Beschaffung

Die professionelle und zuverlässige Beschaffungsstrategie der EKZ bewährte sich. Durch eine erhöhte Präsenz auf Handelsplattformen und Kooperationen mit Partnern im Stromeinkauf gelang es, den Wettbewerb zugunsten der EKZ Kunden zu nutzen. Das Gegenparteirisiko wurde zusätzlich diversifiziert, indem der Einkauf auf eine höhere Zahl von Handelspartnern verteilt wurde.

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Rp./kWh (ohne MwSt) hat ein typischer Haushalt mit vier Personen 2017 für das EKZ Standardprodukt bezahlt. Damit gehörten die Strompreise der EKZ schweizweit zu den tiefsten.

Grösseren Endverteilern verschafften die EKZ weiterhin einen Zugang zum Grosshan­dels­markt mit seinen Grossistenkonditionen. Mehrere EVU haben die Beschaffung gemäss einer vereinbarten Strategie bei den EKZ in Auftrag gegeben.

Auf zunehmendes Interesse stösst bei mittleren und kleineren EVU das Wiederverkaufsmodell. Drei weitere EVU ausserhalb des Kantons Zürich haben sich für dieses Dienstleistungspaket entschieden. Das Wiederver­kaufsmodell entlastet den Kunden in substanziellen Aufgaben seines Absatz- und Beschaffungsportfolios.

Produktion

Die EKZ engagieren sich für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in der Schweiz.

Die wichtigste einheimische Quelle ist die Wasserkraft, welche die EKZ in ihren drei eigenen Wasserkraftwerken Pfungen, Dietikon und Waldhalde nutzen. Sie produzierten im Berichtsjahr 29.4 GWh Strom und damit 9.6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Ursache dafür ist witterungsbedingt. Zusätzlich musste das Kraftwerk Waldhalde für eine Reparatur des Turbinenlagers ab Mitte Juni 2017 für einen Monat stillgelegt werden.

Im Berichtsjahr haben sich die EKZ mit 6 Prozent an der Repartner Produktions AG beteiligt. Der damit erworbene jährliche Energiebezug aus diesen Schweizer Wasserkraftwerken beträgt künftig rund 15.7 GWh. Die Produktionsmenge aus der Beteiligung für das Berichtsjahr (Juli bis September 2017) lag bei 6.1 GWh. Zusammen mit dem Ertrag aus den Kraftwerken Waldhalde, Pfungen und Dietikon wurden damit 35.5 GWh Strom aus Wasserkraft produziert, 9.2 Prozent mehr als im Vorjahr.

In Bezug auf den Anteil von 40 Prozent der EKZ am Holzheizkraftwerk Aubrugg wurden im Berichtsjahr 53 GWh thermische sowie 19.1 GWh elektrische Energie aus Biomasse ins Netz eingespeist. Darüber hinaus haben die EKZ mit ihren schweizweit 64 eigenen Photovoltaikanlagen 8.5 GWh Strom produziert.

Die Konzession zum Betrieb des Limmatkraftwerks in Dietikon während weiterer 60 Jahre wurde im November 2016 durch den Regierungsrat erteilt und ist seit 1. Januar 2017 in Kraft. Nach Erhalt der Baubewilligung ist ein Baustart für Januar 2018 mit einer Realisierungsdauer von zwei Jahren geplant.

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