109. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 16/17

Umwelt

Evaluieren, realisieren, motivieren

Alle Aktivitäten der EKZ werden im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit laufend optimiert. Die Kunden werden mit einer breiten Palette von Dienstleistungen zum Handeln motiviert und dabei wirkungsvoll unterstützt. Die EKZ tragen damit auch zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes bei.

Initiativen und Massnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs haben bei den EKZ eine lange Tradition und wurden auch im Berichtsjahr engagiert vorangetrieben. Durch die Massnahmen wurden im Berichtsjahr 1644 MWh eingespart.

Privathaushalte profitieren von den beliebten Stromdetektiven. Sie spüren vor Ort versteckte Stromfresser auf und geben Tipps zum Energiesparen. Im Berichtsjahr bestellten 531 Kunden diese persönliche Beratung. Auch Heizungs- und Solarberatungen durch die Spezialisten der EKZ waren wiederum sehr gefragt. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr zwei Programme zur Förderung energieeffizienter Geräte durchgeführt. Zusammen mit der ZKB und dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) der Baudirektion des Kantons Zürich lancierten die EKZ das Projekt «starte!», welches die energetische Modernisierung von Gebäuden fördert.

Auch Geschäftskunden halfen die EKZ auf vielfältige Weise, Strom zu sparen und die Energiekosten zu senken. Dieses Ziel wurde nicht nur durch Verbrauchsanalysen, Effizienzberatungen und technische Massnahmen, sondern auch durch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden erreicht. In Form von Energiewochen oder Energieworkshops führten die EKZ 24 Veranstaltungen mit 1340 Teilnehmenden durch. Von der EKZ Energieberatung profitierten zunehmend auch Unternehmen ausserhalb des Kantons Zürich.

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1954

wurde die Hochspannungsleitung auf dem Grund des Zürichsees installiert.

4100

Meter lang sind die beiden parallel verlaufenden Kabel insgesamt.

Beim sogenannten verkehrsbeobachtenden Licht bestimmt der Verkehrsfluss aller Verkehrsteilnehmer die Beleuchtung. Sie passt sich laufend dem gemessenen Verkehr an. Mit dieser intelligenten Lichtsteuerung werden – zusätzlich zur Ersparnis durch LED-Leuchten – nochmals rund 25 Prozent Strom eingespart. Damit die Strassenlampen Menschen, Tiere und Pflanzen so wenig wie möglich beeinträch­tigen, haben die EKZ zusammen mit der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ein Pilotprojekt gestartet. Es untersucht, wie sich die verschiedenen Beleuchtungsarten auf die Insektenhäufigkeit und Fledermäuse auswirken.

Im Berichtsjahr entfernten die EKZ 60 Jahre nach deren Inbetriebnahme eine Hochspannungsleitung aus dem Zürichsee. Das Seekabel bestand aus zwei parallel verlaufenden Kabeln, das seit 1954 am Boden des Zürichsees in bis zu 135 Metern Tiefe lag. Aus Kostengründen entschieden die EKZ damals, die Hochspannungsleitung zwischen Herrliberg und Thalwil durch den See zu verlegen statt um den See herum. Die beiden Kabel waren je zwei Kilometer lang und wogen insgesamt 81 Tonnen.

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