109. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 16/17

Vorwort Verwaltungsratspräsident

Auf Kurs

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist bekanntlich die Gerade. Was in der Mathematik selbstverständlich ist, muss nicht zwingend für die schweizerische Energiewirtschaft gelten. Hier führt der Weg zum Ziel oft über Umwege, die von verschiedenen Anspruchsgruppen vorgezeichnet und von sich ändernden Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die grosse Herausforderung besteht darin, stets das grosse Ganze im Auge zu behalten und den Kurs zu halten. Dies ist den EKZ im Geschäftsjahr 2016/2017 einmal mehr gelungen, wie die Abschlusszahlen belegen.

Diese sind umso beachtlicher, als das Marktumfeld in der Schweiz 2016/2017 anspruchsvoll blieb. Strom ist in der Schweiz weiterhin kaum rentabel zu produzieren. Die europäischen Marktpreise liegen deutlich unter den inländischen Stromgestehungskosten. Das macht vor allem den grossen Schweizer Stromproduzenten zu schaffen. Da die EKZ nur sehr geringe Produktionskapazitäten haben, können sie den Strom für ihre Kunden zu Marktpreisen einkaufen. Die vorteilhafte Beschaffung trägt wesentlich dazu bei, dass unsere Preise in der Grundversorgung zu den tiefsten in der Schweiz gehören. Im Sinn ihres gemeinwirtschaftlichen Modells werden die EKZ ihren Kunden im Kalenderjahr 2018 wiederum einen Bonus gewähren. Gleichzeitig erhalten die direkt versorgten Gemeinden erneut eine Ausgleichszahlung. Insgesamt werden die EKZ ihren Kunden und den direkt versorgten Gemeinden über 41 Millionen Franken ausschütten.

Ueli Betschart

«Insgesamt werden die EKZ ihren Kunden und den direkt versorgten Gemeinden über 41 Millionen Franken ausschütten.»

Der operative Leistungsausweis unterstreicht, dass der im Berichtsjahr eingeschlagene Kurs richtig und erfolgreich war. Aber auch die strategische Richtung stimmt. Für die Energiestrategie 2050 des Bundes, die das Stimmvolk im Mai 2017 gutgeheissen hat, sind die EKZ gut vorbereitet. Eine gewisse gesetzgeberische Unsicherheit besteht noch auf kantonaler Ebene. Eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten der Zürcher Baudirektion und der EKZ erarbeitet derzeit einen Vorschlag für ein angepasstes EKZ-Gesetz. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen unternehmerischem Spielraum für die EKZ und finanzieller Abgeltung an den Kanton zu finden und gleichzeitig die Versorgungssicherheit auf lange Frist zu garantieren.

Ihre erfreuliche Entwicklung haben die EKZ in erster Linie ihren Kunden und ihren Mitarbeitenden zu verdanken. Allen voran die 1370 Beschäftigten setzen sich dafür ein, dass die EKZ ihre vielfältigen Aufgaben professionell und kompetent wahrnehmen – als bedeutender Schweizer Energiever­sorger, als selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, als wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb im Kanton Zürich sowie als anerkannter Innovator im Bereich der Energie­zukunft.

Für ihren Einsatz, ihre Unterstützung und ihre Loyalität danke ich allen Anspruchsgruppen ganz herzlich.

Ueli Betschart, Verwaltungsratspräsident

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