110. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 17/18

Finanzbericht

Stabile Betriebserträge
und sinkende Margen im Kerngeschäft

Der Unternehmensgewinn liegt mit 41.4 Mil­lionen Franken auf einem sehr guten Niveau, kann aber aufgrund sinkender Margen im regulierten Kern­geschäft und einem tieferen Finanzergebnis nicht am Niveau des Vorjahrs anknüpfen. Der EBIT erreichte 71.1 Millionen Franken (Vorjahr 81.6 Mil­lionen Franken) und das Finanzergebnis lag mit 9.2 Millionen Franken um 5.0 Millionen Franken unter dem Vorjahr.

Im vergangenen Geschäftsjahr sind die Beschaffungskosten im Energie­geschäft stetig gestiegen und haben Höchstwerte erreicht, die schon seit einigen Jahren nicht mehr erzielt wurden. Unsere Kunden konnten in dieser Situation von der mittel- bis langfristigen Beschaffungsstrategie von EKZ, und den damit verbundenen tiefen Tarifen, profitieren. Der verrechenbare WACC im Netzgeschäft wurde per 1.1.2017 gesenkt und beeinflusste erstmals gänzlich die Erlöse des Kerngeschäfts. Die Gesamtleistung aus dem Stromgeschäft hat aus diesen Gründen gegenüber dem Vorjahr insgesamt kaum preisbedingte Änderungen zu verzeichnen.

Die regulatorischen Änderungen beim anzuwendenden WACC im Netz­bereich und der gesetzten Preisobergrenze im Energiegeschäft führen zu sinkenden Margen im regulierten Kerngeschäft. Die übrigen Geschäfts­bereiche haben zwar durchaus erfreuliche Zuwachsraten und Gewinn­entwick­lungen zu verzeichnen. Diese konnten allerdings die beschriebenen Ausfälle nicht kompensieren.

Der ausgewiesene EBIT lag mit 71.1 Millionen Franken um 10.5 Millionen Franken unter dem Vorjahr. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass eine einmalige Zuweisung in die Pensionskasse in der Höhe von 2.5 Millionen Franken geleistet und im Vorjahr eine Rückstellung in der Höhe von 5.3 Millionen Franken aufgelöst wurde.

Im Berichtsjahr wurden wiederum wesentliche Beträge an die Kunden rückvergütet. Der Kundenbonus belief sich auf 27.1 Millionen Franken und die freiwilligen Ausgleichsver­gütungen an die Gemeinden betrugen 11.6 Millionen Franken.

Das Finanzergebnis bestätigte mit 9.2 Millionen Franken die Erwartungen, lag aber, vor allem aufgrund der tieferen Wertschriftenerträge, um 5 Millionen Franken unter dem Vorjahr.

Das Unternehmensergebnis in der Höhe von 41.4 Millionen Franken liegt deutlich unter dem Vorjahr, ist jedoch nach wie vor erfreulich und entspricht den Erwartungen.

Aussichten intakt – massive Verwerfungen aufgrund regulatorischer Eingriffe

EKZ betreibt robuste Geschäftsfelder, die auch in den nächsten Jahren erfreuliche Entwicklungen erfahren dürften. Im Kerngeschäft ist mit massiven finanziellen Verwerfungen aufgrund der aktuellen und zu erwartenden Regulierung zu rechnen. Insgesamt sollte EKZ jedoch für die Bewältigung dieser Herausforderungen gut vorbereitet und aufgestellt sein. Wir erwarten deshalb weiterhin einen guten Geschäftsgang bei Tarifen, die in der Grundversorgung nach wie vor sehr attraktiv sein werden.

Die Investitionstätigkeiten im Netz werden in den nächsten Jahren, bedingt durch die Digitalisierung, leicht ansteigen. Bei den erneuerbaren Energien erwarten wir weiterhin hohe Investitionen. Ausserdem werden mögliche Akquisitionen geprüft, welche einen grösseren Finanzierungsbedarf mit sich bringen könnten.

Neu wird ab dem nächsten Geschäftsjahr erstmals eine Gewinnabgabe an den Kanton Zürich zu wesentlichen Mittelabflüssen führen.

PDF Finanzzahlen

Finanztabellen EKZ

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