110. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 17/18

Innovationen

An vorderster Front

Mit den steigenden ökologischen Herausforderungen und dem sich beschleunigenden Technologiewandel steigen die Erwartungen an einen Energieversorger und Infrastrukturdienstleister wie EKZ. Diesen Anforderungen wird das Unternehmen mit einem engagierten Innovationsmanagement gerecht.

Die Energiezukunft hat unzählige Facetten. Der Zubau erneuerbarer Energie schreitet voran, das Stromnetz wird intelligenter, die Mobilität wird elektrisch und die Digitalisierung erschliesst der Energiebranche neue Möglichkeiten. Das EKZ­-Technologiemanagement gestaltet die Stromversorgung der Zukunft und entwirft das intelligente Stromnetz, über welches der Kanton Zürich auch weiterhin sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Strom versorgt wird.

Schwerpunkte setzt das EKZ-­Technologiemanagement auf dem Gebiet der Energiespeicher und der Photovoltaik. Weitere Fokusbereiche sind Elektromobilität und Big Data, wo EKZ an verschiedenen Forschungs­koopera­tionen beteiligt ist.

Grafik-Platzhalter

Im Berichtsjahr nahm EKZ in Volketswil die grösste Batterie der Schweiz in Betrieb. Das national und international viel beachtete Batteriespeicherprojekt mit 18 MW Leistung und 7.5 MWh Speicherkapazität liefert der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid Regelenergie und trägt dazu bei, das kontinentaleuropäische Stromnetz zu stabilisieren.

Anfang Januar 2018 ist das Pilotprojekt des verkehrsbeobachtenden Lichts in Urdorf vom Bundesamt für Energie mit dem Watt d’Or 2018 in der Kategorie «Energietechnologien» ausgezeichnet worden. EKZ hat die Anlage in Urdorf inzwischen um einen zweiten Abschnitt mit dynamischer Lichtsteuerung erweitert. Insgesamt wird das Licht nun über eine Strecke von zwei Kilometern gemäss dem Verkehrsaufkommen gesteuert.

Die PV­-Testanlage und der Messcontainer, die bis Frühling 2017 am Walensee in Betrieb waren, wurden im September 2017 auf die Totalp oberhalb von Davos transportiert. Dort erzeugte die Versuchsanlage im Winterhalbjahr so viel Strom wie die Jahresproduktion einer durch­schnitt­lichen PV­-Anlage im Mittelland. Gründe sind die intensivere Einstrahlung wegen der Höhenlage sowie die höhere Anzahl Sonnenstunden dank weniger Nebel und durch die Reflexion des Schnees. Die Testanlage wurde von EKZ in Zusammenarbeit mit der Hochschule ZHAW Wädenswil sowie dem WSL-­Institut für Schnee-­ und Lawinenforschung (SLF)Davos entwickelt.

Die flächendeckende Einführung von Smart Metern wurde fortgeführt. Ende September 2018 waren 142 000 Zähler installiert. Dank ihrer digitalen Kommunikationsfähigkeit erübrigt sich die Ablesung vor Ort.

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