110. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 17/18

Vorwort des Verwaltungsratspräsidenten

Neue Ansprüche,
neue Chancen

EKZ hat im Geschäftsjahr 2017/18 die eingeschlagene Strategie diszipliniert weiterverfolgt und kann gute Abschlusszahlen vorlegen. Dies ist umso beachtlicher, als das poli­tische und regulatorische Umfeld anspruchsvoll war.

Von besonderer Bedeutung für unser Unternehmen ist die Zustimmung des Kantonsrats zum neuen EKZ-Gesetz. Es schafft die unverzichtbare gesetzliche Grundlage für den Auftrag, Gewinne zu erwirtschaften. Wir erfüllen diese Vorgabe unter der Prämisse, dass EKZ die dazu erforder­liche unternehmerische Freiheit beanspruchen kann. Die Freiheit wird umso wichtiger, als wir auf einen offenen und EU-kompatiblen Strommarkt zusteuern. Unter den künftigen Wettbewerbsbedingungen werden auch heute noch gebundene Kunden ihren Stromlieferanten wechseln können.

Ueli Betschart

«EKZ ist ein führender Mitgestalter der Energie­zukunft und stärkt den Lebens- und Wirtschaftsraum Zürich nachhaltig.»

Wie sich EKZ auf die vielfältigen Herausforderungen vorbereitet, zeigt beispielhaft die neue Gesellschaft Enersuisse AG. EKZ hat sie zusammen mit der EBM (Genossenschaft Elektra Birseck) und der Romande Energie gegründet. Enersuisse wird auf einer gemeinsamen IT-Plattform verschiedene Dienstleistungen, insbesondere im Bereich Verbrauchs­messung und Fakturierung, erbringen. Daraus entstehen zentrale Synergien für alle Partner, welche insbesondere in einem liberalisierten Umfeld zum Tragen kommen. Enersuisse ist mit rund 900 000 Kunden die grösste Dienstleistungsgesellschaft im Schweizer Energiesektor.

Eine zunehmend wichtigere Rolle spielen auch innovative Entwicklungen wie Eigenverbrauchsgemeinschaften (EVG), Prosumer-Anlagen, Smart Home, Smart Grid und virtuelle Kraftwerke. Virtuelle Kraftwerke fassen dezentrale Stromerzeugungsanlagen wie Notstromaggregate zu einem Netzwerk zusammen, das ähnlich steuerbar ist wie ein konventionelles Kraftwerk. EKZ verschafft sich dadurch den Zugriff auf Regelenergie, und die Kleinanlagenbetreiber können mit einer Teilnahme zusätzliche Erlöse generieren. Indem die Risiken zu Chancen gemacht werden, entstehen ganz neue Win-Win-Konstellationen.

Ich danke unseren Kunden für ihre Loyalität und unseren Mitarbeitenden für ihr Engagement. Sie alle tragen dazu bei, dass EKZ ein führender Mitgestalter der Energie­zukunft bleibt und die Attraktivität des Lebens- und Wirtschaftsraums Zürich nachhaltig stärkt.

Ueli Betschart, Verwaltungsratspräsident

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