111. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 18/19

Finanzbericht

Operatives Ergebnis auf Kurs – deutliche
Steigerung der Beteiligungserträge

Der Unternehmensgewinn liegt mit 104.2 Millionen Franken auf einem ausgezeichneten Niveau. Verschiedene, zum Teil einmalige oder ausserordentliche Ereignisse haben zu diesem Resultat geführt. Der EBIT erreichte 81.7 Millionen Franken (Vorjahr 71.1 Millionen Franken) und damit eine beachtliche Steigerung. Einen grossen Sprung erzielte EKZ bei den Beteiligungserträgen, die bei 35.8 Millionen Franken lagen.

Gestiegene Beschaffungskosten im Energiegeschäft veranlassten EKZ im Berichtsjahr zu einer Anhebung der Tarife. Unsere Kunden konnten aber nach wie vor von sehr tiefen Preisen profitieren, da EKZ mit vergleichsweise tiefen Kosten operiert. Die Steigerung der Nettoerlöse aus dem Stromgeschäft um 46.1 Millionen Franken auf 598.1 Millionen Franken ist jedoch mehrheitlich auf höhere Mengen bei der Beschaffungsoptimierung zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand erfuhr im Berichtsjahr deutliche Veränderungen. Diese sind zu grossen Teilen mit der Gründung der Enersuisse AG in Verbindung zu bringen. EKZ hat die ganzen Abrechnungseinheiten mit dem Personal eingebracht. Entsprechend sanken die Personalkosten, und die übrigen Betriebsaufwendungen stiegen.

Der ausgewiesene EBIT lag mit 81.7 Millionen Franken um 10.6 Millionen Franken über dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Auflösung von vorgenommenen Wertbeeinträchtigungen auf schweizerische Produktionsanlagen in der Höhe von 6.5 Millionen Franken und gewisse regulatorische Effekte das Ergebnis verbesserten. Ohne diese Effekte würde der EBIT etwa auf Vorjahresniveau liegen.

Im Berichtsjahr bildete EKZ deutlich tiefere Rückstellungen für die Ausschüttung des Kundenbonus (9.3 versus 27.1 Millionen Franken). EKZ hat aufgrund regulatorischer Gegebenheiten beschlossen, ab 1. Januar 2020 die Tarife auf Nettopreise umzustellen und in der Folge keinen Bonus mehr auszuschütten. Neu wird die Ausgleichsvergütung an die Gemeinden nicht mehr in der Erfolgsrechnung aufgeführt, sondern ist zusammen mit der Ausschüttung an den Kanton Teil der Gewinnverwendung.

Das Finanzergebnis erreichte mit 35.9 Millionen Franken ein Plus von 26.6 Millionen Franken. Diese Steigerung ist mehrheitlich auf die Beteiligungen respektive auf die Ergebnisfortschreibung der Repower AG zurückzuführen.

Das Unternehmensergebnis von 104.2 Millionen Franken konnte gegenüber dem Vorjahr massiv gesteigert werden und liegt über den Erwartungen.

Gute Aussichten – sinkende Erträge im regulierten Bereich

EKZ betreibt Geschäftsfelder, die in verschiedenen Märkten tätig sind. Diese dürften auch in den nächsten Jahren erfreuliche Entwicklungen erfahren. Allerdings ist im regulierten Bereich von deutlich sinkenden Margen auszugehen, was sich auf die Profitabilität des Unternehmens auswirken dürfte. Eine gute Kostenbasis wird es EKZ erlauben, weiterhin tiefe Tarife in der Grundversorgung anbieten zu können.

Die Investitionstätigkeiten im Netz werden in den nächsten Jahren, bedingt durch die Digitalisierung, ansteigen. Bei den erneuerbaren Energien werden deutlich höhere Investitionen erwartet.

Verbunden mit der Änderung des EKZ-Gesetzes leistet EKZ ab diesem Geschäftsjahr erstmals eine Ausschüttung an den Kanton Zürich, die zu wesentlichen Mittelabflüssen führen wird.

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