112. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 19/20

Finanzbericht

Robuste Ent­wicklung aller Geschäfts­felder – spürbare regula­torische Einflüsse

Im Berichtsjahr gelang es allen Geschäfts­feldern, ihre operative Leistung zu steigern. Ein leicht anziehender Betriebs­ertrag und ein rückläufiger EBIT von 61 Millionen Franken (Vorjahr 82 Millionen Franken) zeichnen ein Bild, das die operative Leistung der einzelnen Geschäfts­felder nur bedingt widerspiegelt. Regulatorische Einflüsse führten in der Summe zum tieferen EBIT. Das Finanz­ergebnis konnte auf hohem Niveau, bei 33 Millionen Franken, gehalten werden, sodass ein Unternehmens­ergebnis in der Höhe von 88 Millionen Franken erzielt wurde.

Der Betriebs­ertrag stieg um 15 Millionen Franken auf 831 Millionen Franken. Regulatorisch bedingte sinkende Abgabepreise und in der Folge die Umstellung auf Nettopreise im Strom­geschäft wurden mehrheitlich durch höhere Um­sätze beim Beschaffungs­handel kompensiert. Dieser erhöhte sich um 15 Millionen Franken auf 52 Millionen Franken.

Die um 34 Millionen Franken deutlich anziehenden Strom­beschaffungs­kosten wurden den Kundinnen und Kunden nicht vollumfänglich weiterbelastet. Zudem konnten sie ­einmal mehr von ausserordentlich tiefen Stromtarifen im Ver­sorgungs­gebiet profitieren.

Kostenseitig fallen ein deutlich sinkender Personal­aufwand und gleichzeitig ein steigender übriger Betriebs­aufwand auf. Die Gründung der Enersuisse AG hat zu dieser Ver­schiebung geführt. EKZ Personal ist seit Januar 2019 in die ­Enersuisse AG übergetreten, und diese verrechnet nun ihre Dienst­leistungen.

Die Abschreibungen erhöhen sich um 5 Millionen Franken auf 97 Millionen Franken. Damit bewegen sie sich in der bestehenden Tendenz, die von hohen Investitionen geprägt ist.

Die hohen Investitionen sind zum einen auf den Substanz­erhalt im Verteil­netz und die damit verbundene Sicher­stellung der Ver­sorg­ungs­­sicherheit zurück­zuführen und zum anderen auf den Ausbau erneuerbarer Energien. So konnte in der Berichts­periode die Sanierung des Wasser­kraftwerks in Dietikon abgeschlossen und das Kraftwerk wieder in Betrieb genommen werden.

Der EBIT liegt dieses Jahr mit 61 Millionen Franken deutlich unter dem Vorjahr (82 Millionen Franken). Die verschiedenen Geschäfts­felder haben trotz Covid-19 durchwegs ihre operative Leistung verbessert. Regulatorische Einflüsse ­sowie Sondererträge im Vorjahr erklären die Reduktion.

Das Finanz­ergebnis erreicht in einem schwierigen Umfeld mit 33 Millionen Franken das Niveau des Vorjahrs. Das ­Resultat wurde mehrheitlich aufgrund der erfreulichen Ergebnisse der Beteiligungen erreicht.

Das Unternehmens­ergebnis in der Höhe von 88 Millionen Franken verfehlt das Vorjahr, über­trifft jedoch in allen wesentlichen Bereichen deutlich die Erwartungen.

Verbunden mit der Änderung des EKZ-Gesetzes wurde im ab­ge­schlos­senen Geschäfts­jahr erstmals eine Gewinn­ausschüttung von 41.3 Millionen Franken entrichtet.

Verhaltene Aussichten – sinkende Erträge im regulierten Bereich

Mittelfristig werden die operativen Ergebnisse tendenziell seitwärts tendieren. Sinkende Erträge im regulierten Bereich sollten von den Geschäfts­feldern, die am Markt tätig sind, kompensiert werden. Auf der Basis von tiefen Kosten werden die grund­versorgten Kundinnen und Kunden weiterhin von sehr tiefen Tarifen profitieren.

Die Investitions­tätigkeiten im Netz werden, bedingt durch die Digitalisierung, weiterhin hoch bleiben. Die Investitionen in erneuerbare Energien fallen zukünftig etwas tiefer aus, da das gewünschte Investitions­niveau bald erreicht wird.

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