112. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 19/20

Glossar

Glossar

Cloud-Computing

Cloud-Computing ist eine IT-Infrastruktur, die beispielsweise über das Internet verfügbar gemacht wird. Sie enthält in der Regel Speicherplatz, Rechen­leistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung.

Dotierkraftwerk

Dotier­kraftwerke nutzen das unterhalb einer Stauanlage ins Gewässer abzugebende Rest­wasser zur Strom­produktion.

Eidgenössische Elektrizitäts­kommission (ElCom)

Die ElCom ist die unabhängige staatliche Regulierungs­behörde im Elektrizitäts­bereich. Sie überwacht die Einhaltung des Strom­versorgungs­- und Energie­gesetzes, die Strom­preise sowie die Versorgungs­sicherheit im Strombereich und regelt Fragen betreffend den internationalen Strom­transport und ­-handel.

Energiecontracting

Energiecontracting bezeichnet eine vertragliche Verein­barung, nach der gewisse Energielieferungen oder auch Energie­dienstleistungen erbracht werden. Meist sind die Anla­gen vom Contractor, dem ausführenden Unternehmen, vorfinanziert und er betreibt diese.

Höchstspannung im Übertragungsnetz

Das Höchst­spannungsnetz verteilt den in Gross­kraftwerken erzeugten Strom landesweit mit einer Spannung von 380/220 kV.

ICT-Services

ICT ist die Bezeichnung für Informations- und Kommunikations­technik und enthält Dienst­leistungen für Informatik, Tele­kommunikation und Gebäude­automations­verkabelung.

Integriertes Energiesystem

Ein integriertes Energiesystem ist die Verzahnung von Strom, Wärme und Elektromobilität, damit die Energie optimal genutzt wird.

Lastgang

Der Lastgang ist der zeitliche Verlauf der beispielsweise von einem Kunden bezogenen Leistung über eine zeitliche Periode. Üblicherweise sind Lastgänge mit einer Mittelungs­dauer von 15 Minuten.

Lastmanagement

Steuerung von unterbrechbaren Verbrauchs­einrichtungen durch den Netz­betreiber.

Messpunkt

Netzpunkt, an dem ein Energie­fluss messtechnisch erfasst und gezählt/registriert wird (Einspeise­- und/oder Entnahmepunkt).

Redundante Versorgung

Der Grundsatz der redundanten Versorgung (oder n-1-­Sicherheit) besagt, dass in einem Netz bei progno­stizierten, maximalen Übertragungs- und Versorgungs­aufgaben die Netz­sicherheit, also die Versorgung, auch dann gewährleistet sein muss, wenn eine Komponente wie ein Trans­formator oder ein Strom­kreis ausfällt oder abgeschaltet wird.

Transformatorenstation

In der Transformatorenstation (kurz Trafostation) wird der elektrische Strom von Mittel­spannung auf Nieder­spannung von 400/230 V umgewandelt.

Unterwerk (auch Umspannwerk)

Das Unterwerk verbindet zwei Spannungs­ebenen mit­einander. Das Kernstück eines Unter­werks ist der Trans­formator, der die Spannung von einer Spannungs­ebene auf eine andere umsetzt.

Virtuelles Kraftwerk

Regel­leistung ist die benötigte elektrische Leistung, um unvorhergesehene Leistungs­schwankungen auszugleichen. Dafür können sich dezentrale Strom­erzeugungs­einheiten (kleinere Wasser­kraftwerke oder Industrie­anlagen) zu virtuellen Kraftwerken zusammen­schliessen und mit einem Regel­energiepool Regel­leistung anbieten. Damit nehmen sie ähnliche Funktionen wie konventionelle Gross­kraftwerke wahr.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) (auch Eigenverbrauchsgemeinschaft)

Ein ZEV ist ein vertraglicher Zusammen­schluss zwischen mehreren Parteien, die ihren selbst produzierten Solarstrom gemeinsam verbrauchen. Der ZEV besteht aus dem Eigentümer der Solaranlage und End­verbrauchern wie Stock­werk­eigentümern oder Mietern.