112. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 19/20

Umwelt

Optimieren dank Beratung

Die Energieberater zeigen Privathaushalten, Unternehmen und Gemeinden vor Ort oder online auf, wie sie mit cleveren Massnahmen die Energie­effizienz steigern und die Emissionen senken können.

Erste Anlaufstelle für Privathaushalte, Geschäftskunden und Gemeinden ist die EKZ Energieberatung. Deren Dienstleistungen waren auch im Geschäftsjahr 2019/20 sehr gefragt. Allerdings fielen die Kundenbesuche vor Ort wegen Covid-19 während rund dreier Monate aus. Folglich mussten mehr Beratungen online durchgeführt werden. Gerade für Privatkunden hat sich die Onlineberatung als Alternative sehr bewährt und wird in Zukunft vermehrt angewendet. So kann der Stromdetektiv den Kunden auch bei einem virtuellen Rundgang Tipps zum Stromsparen oder zur Optimierung der Heizungsanlage geben.

Energieeffizienz für Privathaushalte

Im Berichtsjahr liessen sich 625 Privathaushalte durch die Energieberaterinnen und Energieberater vor Ort aufzeigen, wie sie den Energieverbrauch reduzieren oder den Eigenverbrauch des Solarstroms steigern können. Besonders oft verlangt wurden im Berichtsjahr Beratungen rund um den Heizungsersatz. Die starke Nachfrage wurde gestützt durch die Bereitschaft des Kantons Zürich, den Ersatz fossiler Heizungsanlagen zu fördern. Eine im September 2020 gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank lancierte Aktion zur Förderung des Heizungsersatzes ist sehr erfolgreich gestartet und zeigte hohes Interesse.

Beratungen zur Solarenergie in Kombination mit Elektro­mobilität stiessen auf ein stark wachsendes Interesse. Die Beratungen zur Elektromobilität wurden modular ausgebaut, um den unterschied­lichen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Eine Kampagne der EKZ Energieberatung zur Förderung energieeffizienter Haushalts­geräte löste ­einen erfreulichen Stromspareffekt aus. Allein durch diese Aktion konnten 201 MWh Strom eingespart werden.

Energieeffizienz in Unternehmen und Gemeinden

Im Berichtsjahr nutzten 123 Geschäftskunden die Energieberatung zur Optimierung ihrer Betriebe. Neben den gefragten Betriebs­optimierungen bewährte sich die Effizienz-Gap-Analyse, die den Verbrauch mit typenähnlichen Gebäuden vergleicht und Schritte zur Verbesserung der Energie­effizienz aufzeigt, als fakten­basierte Grundlage für konkrete Massnahmen. Diese sowie die Sensibili­sierung der Mitarbeitenden ermöglichen den Unter­nehmen, die Energie­kosten und den CO2-Ausstoss ohne grössere Investitionen zu senken.

Im Rahmen der Energiepartnerschaft Spital+ wurde das Spital Limmattal über eineinhalb Jahre lang begleitet. Die integrale Gebäudeanalyse deckte auf, dass rund 40 Prozent der Energiekosten beeinflussbar sind und durch Betriebs­optimierung um 10 Prozent reduziert werden können.

Die Partner­schaften mit Gemeinden und Energie­versorgungs­unternehmen entwickelten sich erfreulich. So wurden im Bezirk Einsiedeln − 2014 als Energie­stadt ausgezeichnet − zwei erfolgreiche Aktionen durchgeführt. 113 Privat­kunden profitierten von den persönlichen und ­unabhängigen Beratungen.

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