109. Geschäftsbericht – Elektrizitätswerke des Kantons Zürich 16/17

Investitionen & Innovationen

Weichen stellen, Zukunft gestalten

Wie die EKZ die Zukunft im Interesse ihrer Anspruchs­gruppen gestalten, lässt sich eindrücklich an den Investitionen und Innovationen ablesen. 2016/2017 war diesbezüglich wieder ein ereignisreiches Jahr.

Investitionen in erneuerbare Energien

Im Berichtsjahr haben sich die EKZ mit 6 Prozent an der Repartner Produktions AG beteiligt und sich damit langfristige Bezugsrechte an der Stromproduktion, grösstenteils aus Schweizer Wasserkraft, gesichert. Darüber hinaus haben die EKZ vier neue Windparks erworben: In Portugal investierten sie in die zwei bestehenden Windparks Vieira Cabreira und Zibreiro sowie in den Windpark Parque Eólico de Marvila (PESMA 1). In Deutschland konnte der neue Windpark Garlipp IV erworben werden.

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54 600 000

Franken investieren die EKZ jährlich in die Netzinfrastruktur.

Seit fast zehn Jahren setzen die EKZ auf Photovoltaik und treiben diese Technologien voran. Aktuell sind schweizweit 64 EKZ Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von 8.5 MWp in Betrieb. Sie erzeugen jährlich 8.5 GWh Solarstrom. Im Frühjahr wurde die über ein Jahr dauernde Mess­kampagne mit der PV-Testanlage am Walensee beendet. Nach einer Umrüstung wurde der Messcontainer im September 2017 auf die Totalp oberhalb von Davos transportiert. Dort wird der Einfluss der hochalpinen Klima- und Wetterverhältnisse auf die Solarstromproduktion untersucht.

Investitionen ins Netz

Im Berichtsjahr haben die EKZ über 54.6 Millionen Franken in die Erneuerung und den Ausbau ihres Netzes investiert. Der Bau eines neuen grossen Rechenzentrums in Oberengstringen, die starke Bautätigkeit im Limmattal sowie die geplante Inbetriebnahme der Limmattalbahn und weitere Entwicklungen erfordern, dass das Netz in dieser Region ausgebaut und die Einspeisung aus dem Hochspannungsnetz erneuert wird. Nach langen Verhandlungen gelang es den EKZ, beim Rechenzentrum ein Grundstück zu sichern. Bis 2020 soll hier ein neues Umspannwerk erstellt werden. Zudem werden die in die Jahre gekommenen elektromechanischen Schutz- und Steuerungseinrichtungen sowie die Hilfsanlagen in diversen Unterwerken sukzessive durch moderne Anlagen ersetzt.

Investitionen in Innovationen

Die Spezialisten des EKZ Technologiemanagements entwickeln Lösungen für die Stromversorgung der Zukunft und bringen diese zur Marktreife. Die Spezialisten implementierten im Berichtsjahr beispielsweise ein Steuerungs­system und einen Batteriespeicher zur Eigenverbrauchs­optimierung bei Prosumer-Anlagen, evaluierten Lösungen für Smart Homes, trieben das virtuelle Kraftwerk voran oder unterstützten bei einem EVG-Projekt der EKZ Tochtergesellschaft Enpuls. Unter der Leitung des EKZ Technologiemanage­ments begannen die EKZ im Sommer 2017 mit dem Bau eines
18-Megawatt-Batteriespeichersystems auf dem Gelände des Unterwerks Volketswil. Der Batteriespeicher soll Anfang 2018 in Betrieb gehen und über eine Speicherkapazität von 7.5 MWh verfügen.

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